Technische Analyse – Grundlage deines Trading Erfolgs


Trading Erfolg durch Technische Analyse

Der erste Blick in die Welt des Tradings kann überraschen.

Es gibt viel Neues was auf einen zukommt und man verliert schnell den Faden.

Mit diesem Beitrag werde ich etwas licht ins Dunkle bringen.

Du bekommst Einblicke in den umfassenden Bereich der technischen Analyse und deren Grundregeln zum Aufbau einer Tradingstrategie. 

Die Technische Analyse ist sehr komplex, weshalb ich dir hier einen Einblick in die Grundlagen geben werde.

Grundlagen der Technischen Analyse

Die Technische Analyse kann bei richtiger Anwendung sehr wertvoll sein.

Viele erfolgreiche Trader nutzen ausschließlich die Technische Analyse für ihr Trading. Die grundsätzliche Annahme der Technischen Analyse ist es, die zukünftige Kursentwicklung anhand der vergangenen Entwicklung zu deuten. Dies setzt voraus, dass man der festen Überzeugung ist, dass jegliche relevanten Informationen in dem Chart erhalten sind. Die Technische Analyse setzt drei Grundannahmen voraus:
  1. Die Marktbewegung diskontiert alles
  2. Kurse bewegen sich in Trends
  3. Die Geschichte wiederholt sich

Die Marktbewegung diskontiert alles

Diese Regel ist die wichtigste und legt das Fundament der Technischen Analyse.

Man geht davon aus, dass jeder Faktor, welcher einen Kurs beeinflussen kann, im Chart widergespiegelt wird. 

 

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Politische Entscheidungen, Krisen, Nachrichten, all diese Faktoren spiegeln sich wider.

Die Verschiebung von Nachfrage und Angebot bzw. Käufern und Verkäufern wird klar dargestellt.

Jeder Technische Trader, nutzt lediglich die Kursentwicklung um Prognosen zu treffen. Sollten mehr Käufer im Markt sein als Verkäufer muss der Kurs steigen und anders herum.

Weitere Informationen werden nicht gebraucht. Alles was bereits geschehen ist, wird im Kurs dargestellt. Eine Fundamental Analyse wird somit überflüssig.

Jegliche mittel der Technischen Analyse beruhen darauf, die vergangene Kursentwicklung zu analysieren um zukünftige Prognosen darzustellen.

Auch wird angenommen, dass der Grund für eine vergangene Kursbewegung unwichtig ist. Niemand kann genau sagen, warum sich das Angebot und Nachfrage Verhältnis ändert.

Das herauszufinden wäre reine Zeitverschwendung und hat keine Auswirkungen auf zukünftige Entscheidungen.

Kurse bewegen sich in Trends

Wer diese Grundregel nicht akzeptiert braucht eigentlich nicht weiter zu lesen.

Einem technischen Trader muss bewusst sein, dass Kurse sich in Trends bewegen.

Das Kurse sich unvorhersehbar und unkontrolliert bewegen, wird strickt abgelehnt.

Viele Trading Strategien beruhen darauf, einem Trend zu folgen.

Wie auch schon Newton feststellte, eine Bewegung wird sich höchstwahrscheinlich fortsetzen, sofern sie nicht durch äußere Kräfte zu einer Umkehr gezwungen wird.

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Ein genaueres Konzept zum Trendaufbau wird in dem Kapitel “Dow Theorie” überliefert.

Die Geschichte wiederholt sich

Wäre dies nicht der Fall, wären Prognosen bedeutungslos, darum sieht man wiederkehrende Muster in Märkten.

Dies gilt für das teilweise sekundenschnelle Scalping wie auch für Monate lange Krisen.

Die Zukunft ist lediglich ein spiegel der Vergangenheit.

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Diese Tatsache gibt Tradern die Möglichkeit, sich auf bestimmte Muster zu konzentrieren, welche sich immer wieder wiederholen.

Die Dow Theorie

Die Dow Theorie stellt für viele Trader die Basis ihres Trading Ansatzes dar. Dies nicht zu Unrecht denn die Dow Theorie hat sich in der Vergangenheit schon oft bewährt und ist mit gutem recht ein wichtiger Bestandteil der Technischen Analyse.

Charles Dow gilt als Begründer der Dow Theorie.

Er veröffentlichte seine Ideen in mehreren Artikeln fürs Wall Street Journal.

Im Jahre 1884 veröffentlichte Charles Dow den ersten Aktien Index. Diese ist auch heute noch weltbekannt unter dem Namen Dow Jones Industrial Average.

Er gilt als Leitindex der US – Amerikanischen Wirtschaft. Insgesamt spricht Charles Dow von 6 Kernaussagen der Dow Theorie, welche für viele Trader die Grundlage der Technische Analyse bieten.

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Punkt 1: Die Indizes diskontieren alles

Dieser Punkt ist sehr ähnlich zum ersten Punkt der Technischen Analyse.

Auch Dow stellte fest, dass Kurse alle Ereignisse durch einen Umschwung in Angebot und Nachfrage Wiederspiegeln.

Dies bezog Charles Dow zu seiner Zeit nur auf Indizes. Diese Erkenntnis ist dennoch allgemein gültig.

Punkt 2: Der Markt hat drei Trends

Die Definition eines Trends nach Charles Dow ist recht simple.

Die Voraussetzung für einen Aufwärtstrend besteht aus zwei Punkten.

Zuerst muss der Kurs immer neue Hochpunkte setzen. Der letzte Hochpunkt muss höher sein als der davor.

Ebenfalls müssen die Tiefpunkte in einem Aufwärtstrend mit ansteigen. Der letzte Tiefpunkt muss höher liegen als der vorherige.

Sollte der Markt keine neuen Hochpunkte mehr machen oder der letzte Tiefpunkt den vorherigen Tiefpunkt unterschritten haben, ist der Aufwärtstrend gebrochen.

Bei einem Abwärtstrend sieht es genau andersherum aus. Ein Abwärtstrend weist immer tiefere Tiefpunkte und immer tiefer werdende Hochpunkte auf.

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Aufwärtstrend mit höheren Hochpunkten und höheren Tiefpunkten, nach Dow Theorie
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Abwärtstrend mit tieferen Tiefpunkten und tieferen Hochpunkten, nach Dow Theorie.
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Gebrochener Aufwärtstrend mit neuem tieferen Tiefpunkt, nach Dow Theorie.
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Gebrochener Abwärtstrend mit neuem höheren Hochpunkt, nach Dow Theorie.

Nach Charles Dow ordnen sich Trends in 3 Stufen.

Den primären Trend, den sekundären Trend und den unbedeutenden Trend.

Der primäre Trend steht für den langfristigen Trend, somit spiegelt er das langfristige Verhältnis von Angebot und Nachfrage wider.

Der sekundäre Trend ist eher mittelfristig und von weniger hoher Bedeutung.

Der unbedeutende Trend ist kurzfristig veranlagt und hat auf lange Sicht keinen wirklichen Effekt, weswegen er für Investoren meist irrelevant ist.

Punkt 3: Primäre Trends haben drei Phasen

Diese drei Phasen spiegeln die menschliche Psychologie wider und sind von hoher Bedeutung, vor allem für langfristig orientierte Trader.

Beginnend mit der Akkumulationsphase, in welcher besonders clevere und gut informierte Händler einsteigen. Der Trend ist noch nicht eindeutig zu erkennen. Wer jetzt einsteigt, muss sehr erfahren sein.

 

Als Nächstes folgt die Phase der öffentlichen Beteiligung. Viele Trader sehen den Trend und springen mit auf.

Wirtschaftsnachrichten berichten von der tollen Wirtschaftslage und selbst unerfahrene Händler wagen den Sprung ins kalte Wasser. Die Kurse steigen teils explosionsartig.

 

Zu guter Letzt folgt die Distributionsphase. Die cleveren Trader, welche früh gekauft haben, schlagen ihre Position los.

Das Wachstum beginnt sich zu verlangsamen und erste Anleger kriegen Angst und verkaufen. Teilweise beginnen die Märkte zu fallen, dies führt oft zu einer großen Korrektur, teilweise auch in Form einer Wirtschaftskrise.

Punkt 4: Die Indizes müssen einander bestätigen

Dies sieht man auch heutzutage sehr oft. Die Entwicklung von Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 ähneln sich.

Dies ist bei vielen Indizes des gleichen Landes der Fall. Viele Kurse korrelieren. Im kurzfristigen Bereich, kommt es häufig zu Abweichungen, langfristig bestätigen sich die Indizes dennoch.

Punkt 5: Das Volumen bestätigt den Trend

Volumen war für Charles Dow eher ein sekundärer Faktor.

Er nahm an, dass in einem Aufwärtstrend das Volumen bei einer Aufwärtsbewegung steigen muss. Die Korrektur eines Aufwärtstrends muss deutlich weniger Volumen aufweisen.

Bei einem Abwärtstrend sieht es genau anders herum aus.

Bei fallenden Kursen muss ein erhöhtes Volumen vorherrschen, in den bullishen Korrekturen ein schwächeres Volumen.

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Heutzutage nutzen manche Trader Volumen als Hauptindikator für Ihren Trading Ansatz, deshalb kann es wichtig sein, diesen Punkt verstärkt zu vertiefen.

Punkt 6: Ein Trend besteht so lange, bis er eindeutige Umkehrsignale gibt

Auch dies ist für die Technische Analyse von höchster Bedeutung, denn erst wenn man eine klare Umkehr sieht, ist der Trend gebrochen.

Dies spiegelt Newtons Gesetze der Bewegung wider.

Erst wenn die Marktteilnehmer in einem Aufwärtstrend einen neuen Tiefpunkt gesetzt haben, ist der Trend gebrochen.

In einem Abwärtstrend sobald ein neuer Hochpunkt erreicht wird. (Siehe Punkt 2).

Der Blick auf den Chart

Auch wenn Trader denselben Markt sehen, sehen sie nicht immer denselben Chart, denn die Darstellung des Charts kann stark variieren. Vielen Tradern ist dies bereits bewusst, dennoch ist es wichtig es hier zu erwähnen. Zumal es nicht nur wichtig für die Technische Analyse ist. Die wichtigsten Punkte in Sachen Chartdarstellung sind folgende:
Die Zeiteinheit:

Jede Chart Software gibt dem Trader die Möglichkeit, eine Zeiteinheit auszuwählen, in der er den Chart ansehen möchte.

Ein 5 Minuten Chart braucht 5 Minuten bis eine Periode abgeschlossen ist. Diese wird oft in Japanischen Candlesticks dargestellt.

Hierbei steht jede Candle(Kerze) für eine Periode.

In einem Tages Chart, steht jede Kerze für einen Tag und so weiter.

Kurzfristig orientierte Trader, können keine nutzen aus Wochen- oder gar Monatskerzen ziehen. Wenn eine jede Kerze einen Monat repräsentiert, dann kann das einem Trader, welcher die nächsten 30 Minuten im Markt ist relativ egal sein.

Langfristig orientierte Trader können dementsprechend keinen nutzen aus Kerzen ziehen, welche wenige Minuten darstellen. Wenn jemand die nächsten 20 Jahre Investieren möchte, kann es ihm egal sein was vor 7 Minuten war.

Die Skalierung:

Charts können logarithmisch skaliert werden. Das bedeutet, dass ein gewisser Bereich breiter oder schmaler dargestellt wird.

Wenn z. B. der Kurs bei der aktuellen Darstellung teilweise außerhalb des Fensters ist, kann eine richtige Skalierung diesen schmaler darstellen, somit ist der Chart wieder gut sichtbar.

Der Zeitrahmen:

Dies ist einer der wichtigsten Punkte.

Ganz egal ob man auf die Technische Analyse oder auf eine andere Form des Tradings setzt. Wenn ich in meinem Chart nur die Entwicklung der letzten wenigen Perioden sehen kann, ist dies nicht hilfreich für eine Trading Entscheidung.

Wenn der Chart die letzten 3 Epochen(z.B. 3 Tage, 3 Stunden,…) gestiegen ist, hat dies wenig Aussagekraft.

 

Es ist wichtig ein umfassendes Bild der vergangenen Perioden zu haben.

Wenn man z.B. im 5 Minuten Chart Handelt, sollte man mindestens die letzten beiden Tage sehen. Im Monatschart die letzten Jahre.

Technische Analyse – Aufbau eines Trends

Den Aufbau eines Trends werde ich mit Bezug, zur Dow Theorie sowie zur Elliott Wellen Theorie darstellen. Beide Theorien sind wichtig für die Technische Analyse. Die folgende Erklärung bezieht sich besonders auf längerfristige Charts. Oft sieht man ein wiederkehrendes Muster, welches stark verknüpft mit der Menschlichen Psychologie und Massen Psychologie ist. Die Darstellung eines Trends bezieht sich standardmäßig auf einen Aufwärtstrend.

Phase 1:

Diese Phase setzt den Grundstein eines Trends. Die Anzahl der Käufer übersteigt die Anzahl der Verkäufer.

Zu diesem Zeitpunkt gibt es noch keine großen und wichtigen Nachrichten, welche sich positiv auf den Kurs auswirken könnten. Die Euphorie hält sich noch in Grenzen.

Der Grund für den Einstieg der Käufer kann total verschieden sein. Eventuell gab die Technische Analyse oder Preis Entwicklung einen Anlass zu kaufen.

Der genaue Grund ist schwer festzustellen.

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Phase 2:

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Nach dem etwas hängenden Anstieg, folgt die erste Gegenbewegung.

Der Markt geht in eine Korrektur über, diese läuft oftmals sehr weit. Ein großer Teil der vorherigen Aufwärtsbewegung wird zunichte gemacht.

Dies liegt auch daran, weil der vorherige Kursanstieg nicht verbunden mit großem Interesse oder positiven Nachrichten war.

Die vorherigen Käufer waren wohl möglich gut informierte Trader mit einer festen Kaufstrategie.

Sie brauchten keine positiven Nachrichten für ihre Kaufentscheidung. Nachdem die Korrektur weit gelaufen war, lässt auch die Anzahl der Verkäufer nach.

Dieses Muster ist Typisch und entspricht der Technischen Analyse.

Phase 3:

Einige Trader sehen nun die Chance nochmal günstig nachzukaufen. Besonders diese, welche die Technische Analyse nutzen für ihre Kauf Entscheidungen.

Der Kurs steigt wieder etwas an. Mehr Trader werden darauf Aufmerksam. Die Tatsache, dass der Kurs seinen Anstieg fortsetzt, löst weiteren Enthusiasmus aus.

Die Kurse steigen schneller an, da neue Käufer die Tanzfläche betreten. Plötzlich wird in den Nachrichten über die neue positive Entwicklung gesprochen. Immer mehr Trader sehen den Anstieg.

Spätestens wenn die Korrektur komplett vorbei ist und neue Hochpunkte erreicht wurden, explodieren die Kurse. Viele Trader nutzen die Technische Analyse, um auch kurzfristig von diesem Boom zu profitieren.

Immer mehr Menschen wollen einen Stück des Kuchens haben. Mittlerweile gibt es fast nur noch Käufer, auf der Verkaufsseite findet man kaum noch Händler.

Die Nachrichten loben die Entwicklung und Finanzberater fangen an Investment Tipps in diese Richtung zu geben.

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Phase 4:

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Viele Händler liegen weit im Gewinn mit ihrer Position. Sie beginnen zu verkaufen.

Der Anstieg flacht etwas ab. Eine 2. Korrektur beginnt. Viele Gewinne werden mitgenommen, gleichzeitig merkt man, dass die Euphorie ungebremst ist.

Fallende Kurse verbunden mit Euphorie sind ein guter Indikator das die Kurse früher oder später wieder steigen werden.

Dies ist allgemein gültig und nicht nur auf die Technische Analyse bezogen. Diese Korrektur ist meistens deutlich kürzer, da die Nachfrage immer noch sehr hoch ist.

Phase 5:

Nach der Kurzen Korrektur kommen weiterhin Käufer in den Markt. Manche nutzen die Korrektur um zu einem günstigeren Preis zu kaufen.

Die Kurse steigen wieder.

Nachdem der Kurs neue Hochpunkte erreicht hat, bekommen dies auch Börsenfremde Menschen mit. Obwohl sie keine Erfahrung im Thema Trading haben, hören sie von irgendwelchen Gurus, das sie schnell Geld verdienen können.

Wie soll es auch anders sein, ein Kurs, welcher Hochpunkt nach Hochpunkt erreicht und für viele Bereits für unglaubliche Renditen gesorgt hat, kann nur eine sichere Anlage sein.

Wie könnte es auch anders sein denken sich die neuen Anleger, denn starke Kursfälle in nicht zu stoppenden Märkten gab es doch noch nie, oder?…

Zum Ende von Phase 5, hat der Kurs einen Punkt erreicht, indem fast jeder interessierte bereits im Markt ist.

Die Anzahl der Käufer lässt nach, dies teilweise auch aufgrund des aktuell sehr hohen Preises. Der Anstieg beginnt sich zu verlangsamen.

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Phase 6:

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Die Kurse beginnen aufgrund der nachlassenden Kaufkraft zu fallen.

Viele Händler nehmen ihre Gewinne mit, somit folgt ein Fall des Preises. Viele sehen diesen als nicht sonderlich dramatisch, denn es gab ja auch in der Vergangenheit bereits mehrere Korrekturen.

Ein paar Händler sehen erneut die Chance in der Korrektur zu kaufen, um einen günstigeren Preis zu finden.

Phase 7:

Der Kurs steigt erneut an. Der Unterschied ist, dass dieses Mal die Kaufkraft geringer ist.

Die positiven Nachrichten werden weniger und der Kurs benötigt viel Kraft, um zu steigen. Irgendwann beginnt die Mehrheit der Trader zu realisieren, dass kaum noch ein Kaufinteresse besteht.

Viele Händler werden nervös. Sie sind sich unsicher bezüglich der zukünftigen Entwicklung und wollen ihre Gewinne schnell mitnehmen.

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Phase 8:

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Einen festen Namen gibt es für diese Phase nicht, Armageddon oder Krise wäre wohl angebracht.

Man muss kein Börsenspezialist sein, um sich vorstellen zu können, was passiert wenn keiner mehr kaufen will und viele Menschen panisch ihre Position loswerden wollen.

Keine Käufer und dafür auf der Gegenseite viele Verkäufer sorgen für einen dramatischen Kurs Einbruch.

Dieser kann Katastrophale folgen haben. Abhängig von dem jeweiligen Markt hat diese Phase schon für viel Zerstörung gesorgt.

Viele Menschen haben ihre Investitionen verloren, Unternehmen gingen Pleite und bei besonders schlimmen Krisen, mussten Staaten eingreifen, um einen Zusammenbruch zu verhindern.

Dieses Muster wiederholt sich sehr oft. In den verschiedensten Märkten lässt sich diese Entwicklung feststellen. Im Folgenden werde ich meine Erklärung bildlich darstellen. Die Technische Analyse kann von großem Vorteil sein und gute Ergebnisse erzielen, egal in welcher der 8 Phasen.

Technische Analyse Zeichnung tekme Trading
Einfache Zeichnung einer Trend Entwicklung
Technische Analyse Bitcoin Trend
Trend Beispiel am Bitcoin
Technische Analyse Nasdaq Trend
Trend Beispiel am Nasdaq

Technische Analyse – Wendepunkte und Fortsetzungen

Die Technische Analyse bietet verschiedene Anhaltspunkte, wo eine mögliche Trendumkehr oder Fortsetzung stattfinden könnte.

Eine genaue Bestimmung von Wendepunkten und Fortsetzungen ist nicht möglich, dennoch kann man dank der Technischen Analyse ziemlich gute Prognosen treffen.

Wer in der Lage ist, diese Punkte zu identifizieren, hat ein mächtiges Tool in der Hand um seine Erfolge massiv zu steigern.

Widerstand und Unterstützung

Ein guter Ansatz in ist das Nutzen von Widerstand und Unterstützungszonen.

Dies sind Bereiche bzw. Preise im Markt an denen viele Käufer oder Verkäufer in den Markt kommen. Sollte der Kurs mehrfach an einem Punkt abgeprallt sein, so kann man davon ausgehen, dass es sich um ein wichtiges Preis Level handelt.

Sollte der Kurs erneut in diesen Bereich kommen, ist ein erneute Abprallen bzw. eine Umkehr nicht auszuschließen.

Fibonacci Retracement

Ebenfalls sind Fibonacci Retracement Level ein guter Indikator um eventuelle Widerstands- und Unterstützungszonen zu finden.

Sollte der Kurs um 61.8% Korrigieren und zudem in diesem Bereich ein vorheriges Widerstands- und Unterstützungslevel haben, so ist dies ein guter Anhaltspunkt für eine Trendumkehr bzw. Trendfortsetzung.

Die 61.8 % sind eine wichtige Nummer für die Technische Analyse. Dies liegt daran, dass sie nach Fibonacci den Goldenen Schnitt darstellt(0.618 = 61.8%).

Eine genaue Erklärung zum erfolgreichen Handeln mit Fibonacci Retracements auch in Verbindung mit Widerstand und Unterstützung, bekommst du in meinem Blog Beitrag über Fibonacci Retracements.

Diesen findest du hier:  “Traden Mit Fibonacci Retracements“.

Candlestick Formationen

Ebenfalls können Umkehr- und Fortsetzungsformationen auf bestimmte Chart Darstellungen angewendet werden.

So bieten einem die Japanischen Candlesticks eine gute Darstellung möglicher Umkehr- und Fortsetzungsformationen. Auf die Details über die Chart Darstellung mit Candlesticks, werde ich im letzten Kapitel dieses Beitrags eingehen.

Wer die Technische Analyse für sein Trading nutzen möchte, kommt an Candlesticks nicht dran vorbei.

Technische Indikatoren

Ebenfalls können Technische Indikatoren dem Trader helfen, Umkehr- und Fortsetzungszonen zu finden.

Ich selbst nutze die Technische Analyse überwiegend mit der Chart Technik, was bedeutet, dass ich auf Technische Indikatoren weniger zurückgreife. Da diese dennoch einen großen Teil der Technischen Analyse ausmachen, werde ich im nächsten Kapitel darauf eingehen.

Indikatoren

Verschiedene Parameter und Vorkommnisse können als Indikatoren angesehen werden.

Die Technische Analyse bezieht sich überwiegend auf Technische Indikatoren. Dies sind Mathematische Algorithmen, welche anhand von vergangenen Kursentwicklungen Daten sammeln, welche von einem Trader als möglicher Indikator zur Handlungsentscheidung genutzt werden kann.

Ich selbst nutze keine Technischen Indikatoren für mein Trading.

Ich bin überzeugt davon, dass ein nackter Chart ohne Indikatoren ausreicht für eine vernünftige Analyse. Dennoch kann auch das Benutzen eines Indikators den Trading Erfolg verbessern.

Gleitender Durchschnitt

Der am meisten genutzte Indikator ist der gleitende Durchschnitt.

Er nimmt eine festgelegte Anzahl vergangener Perioden und rechnet deren Durchschnitt anhand des Schlusskurses der einzelnen Perioden aus

So lässt sich einfach feststellen, ob der Kurs über oder unter dem Durchschnitt vergangener Perioden liegt. Dieser Indikator ist sehr beliebt.

Nicht zuletzt wegen seiner einfachen praktischen Umsetzung und den wichtigen Daten, welche er einem Trader bieten kann.

RSI – Relative Strength Index

Dieser Indikator fällt unter die Kategorie der Momentum Oszillatoren.

Er nutzt die Schlusskurse vergangener Perioden, um die Stärke einer Richtungsbewegung auszurechnen. Mit Unterstützung dieses Indikators, lässt sich feststellen, ob ein Markt überkauft oder unterkauft ist.

Ein stark überkaufter oder unterkaufter Markt an eventuell zukünftig weitere Zeichen einer Trendumkehr geben.

Für die Technische Analyse ist dieser Indikator sehr bedeutend. Viele Trader nutzen ihn, oft auch in Verbindung mit weiteren Indikatoren wie dem Gleitenden Durchschnitt.

 

Die beiden oben genannten Indikatoren sind die meist benutzten in der Technischen Analyse.

Dennoch gibt es viele weitere Indikator, welche einen Blick wert sind. Dazu zählen MACD und auch die Bollinger Bänder.

Sollten sie sich für das Trading mit Technischen Indikatoren interessieren, kann ich ihnen empfehlen diese ebenfalls auszuprobieren.

 

Da ich selbst auf Technische Indikatoren verzichte, werde ich diese Kapitel bei den beiden wichtigsten belassen.

Japanische Candlesticks

Technische Analyse ohne die Hilfe von Candlestick Charts ist kaum möglich.

Japanische Candlesticks sind nicht umsonst unter Tradern sehr beliebt. Eine Candle(Kerze) enthält viel mehr Informationen als ein normaler Linien-Chart.

Diese zusätzlichen Informationen sind sehr wichtig für die Technische Analyse. Wer den Chart und die Entwicklung von Nachfrage und Angebot für sein Trading nutzt, darf auf Candlesticks nicht verzichten.

Japanische Candlesticks, zeigen sowohl den Eröffnungskurs wie auch den Schlusskurs einer Periode.

Zudem werden Hoch- und Tiefpunkte dieser Periode ersichtlich. Ein cleveres Konzept, welches für verschiedenste Bereiche nützlich ist. Die Technische Analyse legt großen Wert auf die Entwicklung eines Kurses innerhalb einer Periode, weswegen diese Darstellung höchste Bedeutung hat.

Im Folgenden zeige ich dir den Aufbau einer Candle. Du wirst sehen, warum sie so wichtig für die Technische Analyse und deinen Trading Erfolg ist.

Aufbau der Japanischen Candlesticks

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Die Farben für steigende und fallende Kurse sind anpassbar. Gängig sind dennoch Rot und Grün weswegen ich diese benutze.

technische analyse klassischer Candlestick Chart

Eine Kerze besteht immer aus einem Körper und Docht. Der Körper zeigt die Range zwischen Eröffnung- und Schlusskurs.

Bei einem Grünen Körper liegt der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs, bei einem Roten andersherum.

Der Docht markiert die Zwischenzeitlichen Hoch- und Tiefpunkte der Periode. Je größer der Körper, desto größer die Preis Range der Periode.

Wenn kaum ein Körper zu erkennen ist, liegt der Eröffnungskurs nahe des Schlusskurses. Mit diesen Information wird die Technische Analyse bei weitem vereinfacht.

Die Technische Analyse nutzt Japanische Candlesticks ebenfalls zum Identifizieren von Umkehr und Fortsetzungspunkten.

Umkehr- und Fortsetzungspunkte

Hierfür wird einfach die Form eine Kerze genommen.

Hinter jeder Kerze steckt eine eigene Geschichte, man muss sie nur lesen können. Sollte der Körper eine Kerze kaum vorhanden sein, dafür aber lange Dochte, weist dies auf eine Seitwärtsphase in der Periode hin.

Der Kurs hat sich zwischen weit auseinander liegenden Tief- und Hochpunkten bewegt und dann dennoch fast am Einstiegspunkt geschlossen. So eine Kerze steht für eine starke Unsicherheit im Markt. Es lohnt sich, darauf zu warten, ob der Kurs nach oben oder unten ausbricht aus dieser Range.

Noch wichtiger für die Technische Analyse sind Umkehrkerzen.

Diese haben bestenfalls einen Körper, welcher in die Richtung zeigt, in die sich der Kurs drehen soll.

Soll der Kurs sich in Long Richtung drehen, muss die Kerze “grün” sein. Sollte es abwärts gehen, sollte der Körper “rot” sein.

Dies alleine reicht aber noch nicht aus. Zusätzlich braucht so eine Kerze einen langen Docht entgegen der Richtung des Körpers.

Zur einfacheren Darstellung: Der Preis steigt extrem und setzt einen neuen Hochpunkt in dieser Periode, dann fällt der Kurs wieder, und zwar unter das vorherige Eröffnungslevel.

Dies hat aufgrund des hohen Hochpunktes einen langen Docht zu folgen.

Die Tatsache, das der Kurs später sogar unter das Eröffnungslevel fällt, sorgt für einen entgegen gesetzten Körper.

Somit haben die Verkäufer in dieser Periode die Preisentwicklung stark beeinflusst.

Eine solche Umkehrkerze kommt öfters vor. Sie sollte nur Beachtung finden, wenn zusätzliche Indikatoren eine Umkehr bestätigen.

Die Technische Analyse bietet hierfür verschiedenste Indikatoren.

Seien es Widerstand und Unterstützung oder Technische Indikatoren.

technische analyse umkehrkerzen

Fazit

Die Technische Analyse ist wie man bemerkt hat sehr komplex. Dennoch kann die Technische Analyse den Trading Erfolg extrem steigern.

Viele erfolgreiche Trader nutzen ausschließlich die Technische Analyse.

Ich hoffe ich konnte dir einen Überblick geben.

Vielleicht wirst auch du zukünftig verschiedene Aspekte der Technischen Analyse in dein Trading übernehmen.

Da die Technische Analyse so ein weitreichendes und komplexes Feld ist, bietet es sich an, sich in diese Richtung über diesen Beitrag hinaus weiter zu bilden.

Ich kann jedem Trader nur das Buch Technische Analyse der Finanzmärkte von John J. Murphy empfehlen. Hier geht es zum Buch.

Das Buch beschäftigt sich intensiv mit verschiedensten Aspekten der Technischen Analyse.

Wenn du dich für andere Bücher im Bereich Trading interessierst, dann guck dir doch einmal folgenden Beitrag an: Die besten Trading Bücher für Einsteiger.

Ich hoffe mein Beitrag über die Technische Analyse hat dir gefallen. Es steckt viel Arbeit in diesem Beitrag, ich freue mich, wenn ich dir hiermit weiterhelfen konnte.

Ich wünsche dir allzeit ein erfolgreiches Trading. (Vielleicht auch in Zukunft mit der Technischen Analyse)

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